Belgien hat man für einen Roadtrip nicht unbedingt als Erstes auf dem Schirm – völlig zu Unrecht, wie wir festgestellt haben. Wir waren ein paar Tage im Nachbarland unterwegs und haben eine extrem gute Mischung aus Natur, entspanntem Küsten-Vibe und starker Architektur erlebt. Hier ist unser Rückblick auf die Tour.

🌲 Durbuy & Dinant – Natur und Wandern in den Ardennen
Unser Roadtrip startete im malerischen Durbuy, das stolz den Titel der „kleinsten Stadt der Welt“ trägt. Mit seinen verwinkelten Kopfsteinpflastergassen, den historischen Natursteinhäusern aus dem 17. Jahrhundert und der romantischen Kulisse direkt am Fluss Ourthe ist der Ort ein perfekter Auftakt für die Reise und wirklich ein Muss!

Von dort aus ging es weiter nach Dinant, wo wir auch übernachtet haben. Die Stadt schmiegt sich spektakulär zwischen steile Felswände und die Maas – überragt von der imposanten Zitadelle. Dinant ist übrigens auch die Geburtsstadt von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons, was man im Stadtbild überall liebevoll wiederfindet.

Natur-Highlight: Direkt vor den Toren Dinants lag unser absoluter Outdoor-Tipp: eine entspannte Wanderung durch das Furfooz Nature Reserve (Réserve Naturelle de Furfooz). Der Rundweg führt durch ein geschütztes Maastal vorbei an steilen Kalksteinfelsen, Höhlen und historischen römischen Ruinen. Ein echter Geheimtipp für Naturliebhaber!

🌊 De Haan – Das belgische „Sylt“
Nach den Wandermetern in den Ardennen ging es mit dem Auto weiter gen Westen an die Küste ins Seebad De Haan. Und hier wartete die größte Überraschung der gesamten Reise auf uns!
Wer an die belgische Küste denkt, hat oft die typischen Hochhaus-Betonzeilen vor Augen – nicht so in De Haan. Der Ort wirkt fast verschlafen und ist unmittelbar an der Nordsee, nur getrennt von einer schönen, hügeligen Dünenlandschaft.
Die Überraschung: Obwohl das Wetter herrlich war, erlebten wir den Strand an diesem Sommerwochenende überraschenderweise angenehm ruhig – ohne große Menschenmassen. Keine Bausünden direkt am Meer, sondern reine Natur – für uns ein echtes Highlight.
Unser Eindruck: Der breite, feine Sandstrand lädt zu stundenlangen, ausgedehnten Spaziergängen ein. Das Gefühl erinnerte uns verblüffend stark an Sylt!

🌊 Brügge & Gent – Zwei echte Highlights
De Haan erwies sich zudem als perfekter Ausgangspunkt für Tagesausflüge in zwei der schönsten Städte Flanderns:
Brügge: Die mittelalterliche Perle hat uns sofort in ihren Bann gezogen. Mit den charmanten Grachten, den gut erhaltenen Backsteinbauten und den gemütlichen Restaurants und Cafés fühlt man sich wie in einer realen Filmkulisse. Ein Spaziergang durch die Altstadt oder eine kleine Bootstour auf den Kanälen ist ein absolutes Muss.

Gent: Mindestens genauso begeistert hat uns Gent! Die Stadt wirkt als Studentenstadt lebendiger, unaufgeregter und punktet mit einer genialen Kombination aus beeindruckender gotischer Architektur (wie der St.-Bavo-Kathedrale und der Grafenburg) und einer bunten, jungen Gastronomieszene.

✅ Fazit
Belgien hat uns von der ersten bis zur letzten Minute überrascht! Ob entspannte Naturwanderungen in den Ardennen, unverfälschtes Beach-Feeling an den unverbauten Stränden von De Haan oder kulturgeschichtliche Entdeckungen in Brügge und Gent: Dieser Roadtrip verbindet Erholung, Natur und Kultur auf kleinem Raum perfekt. Wer Lust auf eine vielseitige, entspannte Auszeit hat, sollte Belgien ganz oben auf die eigene Travel-List setzen!
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Quelle: Kerle.reisen // 12.08.2026
